Kategoriearchiv: RVG-Rätsel

Lösung zu: Was ist zu tun, wenn mein Pauschgebühr- (Vorschuss)Antrag nicht beschieden wird?

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Am Freitag hatte ich gefragt: Ich habe da mal eine Frage: Was ist zu tun, wenn mein Pauschgebühr(vorschuss)antrag nicht beschieden wird?

Und darauf habe ich dem Kollegen u.a. geantwortet:

„…..

Das ist nicht einfach. Versuchen Sie es mit der Verzögerungsrüge und berufen sich auf OLG Hamm, Urt. v. 08.09.2021 – 11 EK 11/20, das auf meiner HP steht. https://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/6595.htm

Ist nicht genau der Fall der Pauchgebühr, aber Pflichtverteidigervergütung. Passt also einigermaßen. Ich hoffe, dass das hilft. Das OLG pp. ist da aber sehr resistent  🙂 .“

Ich habe übrigens sowohl aus der Frage als auch aus der Antwort den Namen des OLG, bei dem das Verfahren, in dem der Kollege tätig war, gelöscht. Ich will niemanden an den Pranger stellen. Obwohl das Verhalten des Vorsitzenden schon – gelinde ausgedrückt – wenig nachvollziehbar ist. Was soll die Mitteilung, den „Zeitpunkt einer Entscheidung nicht abzusehen können.“ Den Zurückstellungsgrund gibt es in den Verfahrensordnungen nicht. Wenn der Senat überlastet ist, dann mag er eine Überlastungsanzeige stellen. Die ggf. bestehenden Personalprobleme der Justiz kann man ja nun nicht auf dem „finanziellen Rücken“ von Pflichtverteidigern austragen, was man aber bei dem OLG, um das es geht, gern tut. Nicht nachvollziehbar ist diese Erklärung vor allem auch deshalb, weil man ja schon andere Anträge beschieden hat(te). Warum muss dieser Kollege als (noch länger?) warten. Und wenn man schon Beschlüsse vorliegen hat, dann hat man doch Vorlagen, nach denen man sich für den beantragten Vorschuss richten kann.

Im Übrigen: Ich möchte das Theater nicht erleben, wenn die monatlichen Bezüge des Herrn Vorsitzenden Richter am OLG nicht jeweils am 1. des Monats auf seinem Konto sind. Also bitte: Warum muss ein Pflichtverteidiger warten? Frech.

Ärgerlicher Emoticon vektor abbildung. Illustration von ...

 

Ich habe da mal eine Frage: Was ist zu tun, wenn mein Pauschgebühr(vorschuss)antrag nicht beschieden wird?

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Und dann kommt hier die erste Gebührenfrage des Jahres 2025, und zwar:

„Sehr geehrter Herr Kollege Burhoff, ich wünsche Ihnen zunächst noch ein gutes neues Jahr!

Ich habe von Frühjahr 2021 bis Ende 2023 in einem Staatsschutzverfahren beim OLG pp. verteidigt und im Juli 2023 eine Vorschussantrag auf die Pauschgebühr gestellt, den der Vorsitzende bislang trotz Nachfragen nicht entschieden hat. Zahlreichen anderen gleich gearteten Anträgen ist er bereits zügiger nachgekommen. Nunmehr hat er sogar mitgeteilt, den Zeitpunkt einer Entscheidung nicht abzusehen können. Ich wäre Ihnen für jeden kollegialen Hinweis bzgl. des weiteren Vorgehens äußerst verbunden.“

Top-10 der Lösungen zu den (besten) RVG-Rätseln aus dem Jahr 2024

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Am Freitag hatte ich das Top-10-Ranking der besten Fragen aus dem Jahr 2024; wer Interesse hat, kann hier schauen. Hier kommen dann die Top-Ten der Lösungen. Nicht ganz deckungsgleich, aber weitgehend passt es:

  1. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Wie wird die Beiordnung bei Abschiebehaft abgerechnet?

  2. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Was kann ich bei zögerlicher Gebührenfestsetzung tun?

  3. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Übernimmt die Staatskasse die Reisekosten nach Südfrankreich?

  4. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Ist die Nr. 4141 VV RVG entstanden?

  5. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Sind auch Gebühren im Bußgeldverfahren entstanden?

  6. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Kann ich auch Vorschuß auf die Terminsgebühr verlangen?

  7. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Kann ich bei der Nr. 4141 VV den Höchstrahmen ansetzen?

  8. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Wenn der Staatsanwalt die Verfahren verbindet …..

  9. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Wie rechne ich für die Nebenkläger die beiden Adhäsionsanträge ab?

  10. Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Welche Gebühr für die Beschwerde bei der Einziehung?

Ich habe da mal eine Frage: Ranking der besten Fragen aus dem Jahr 2024

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Wer das Blog ein wenig verfolgt, der  weiß, dass es am Anfang eines neuen Jahres immer das ein oder andere Ranking gibt. So dann auch heute, und zwar heute mit den 10 „besten“ = meist geklickten/aufgerufenen Fragen des Jahres 2024. Für mich sind solche Rankings immer auch ein Rückblick und eine Nachschau, welche Themen am besten angekommen sind.

Bei den Gebührenrätseln haben wir dann für 2024 folgende Top Ten:

  1. Ich habe da mal eine Frage: Wie wird die Beiordnung bei Abschiebehaft abgerechnet?

  2. Ich habe da mal eine Frage: Was kann ich bei zögerlicher Gebührenfestsetzung tun?

  3. Ich habe da mal eine Frage: Akte verloren gegangen, und was ist mit meinen Gebühren?

  4. Ich habe da mal eine Frage: Übernimmt die Staatskasse die Reisekosten nach Südfrankreich?

  5. Ich habe da mal eine Frage: Wenn der Staatsanwalt die Verfahren verbindet …..

  6. Ich habe da mal eine Frage: Kann ich auch Vorschuß auf die Terminsgebühr verlangen?

  7. Ich habe da mal eine Frage: Sind auch Gebühren im Bußgeldverfahren entstanden?

  8. Ich habe da mal eine Frage: Kann ich bei der Nr. 4141 VV den Höchstrahmen ansetzen?

  9. Ich habe da mal eine Frage: Kann man die Ladezeit für ein E-Auto als Reisezeit abrechnen?

  10. Ich habe da mal eine Frage: Welche Gebühr für die Beschwerde bei der Einziehung?

Lösung zu: Ich habe da mal eine Frage: Kann ich Wahlverteidigergebühren abrechnen?

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Und dann die letzte Rätsellösung zum letzten Gebührenrätsel des Jahres 2024.

Ich hatte am Freitag gefragt: Ich habe da mal eine Frage: Kann ich Wahlverteidigergebühren abrechnen?

Und darauf habe ich geantwortet:

„Grds. können Sie die Wahlanwaltsgebühren geltend machen – für den (verstorbenen) Mandanten.

Ob sich das allerdings „lohnt“, müssen Sie entscheiden. Hängt davon ab, was Sie für Leistungen für den Mandanten erbracht haben; also eine Frage der Bemessung der Gebühren nach § 14 Abs. 1 S. 1 RVG. Grundsätzlich ist von der Mittelgebühr auszugehen, ob „Zuschläge“ oder „Abschläge“ zu machen sind, müssen Sie entscheiden; der Bezirksrevisor wird allerdings kürzen (wollen). Daher kann es sich empfehlen, nur die Pflichtverteidigervergütung geltend zu machen und wegen des Restes keine „Brieffreundschaft mit dem Bezirksrevisor zu begründen.

Die Nr. 4141 VV RVG ist aber in Höhe der Mittelgebühr entstanden. Allerdings ist nicht (mehr) ganz unstreitig, ob sie erstattet wird. LG Leipzig (Beschl. v. 19.6.2020 – 2 Qs 8/20, StraFo 2020, 395 = AGS 2020, 507 = RVGreport 2020, 389) und LG Potsdam (JurBüro 2013, 586 = Rpfleger 2013, 648 = RVGreport 2014, 71 = AGS 2014, 17) haben festgesetzt, das AG Cham vor kurzem nicht (AG Cham, Beschl. v. 23.1.2024 – 2 Ls 506 Js 4996/23, AGS 2024, 120). Also droht ggf. auch hier „Briefwechsel“.“