Monatsarchiv: Februar 2011

(Neues) Beweiserhebungsverbot bei Rechtsanwälten tritt heute in Kraft

Im BGBl. I, 2010 v. 27.12.2010 ist Gesetz zur Stärkung des Schutzes von Vertrauensverhältnissen zu Rechtsanwälten im Strafprozessrecht verkündet worden, das das neue/geänderte Beweiserhebungsverbot bei Rechtsanwälten enthält. Das Gesetz tritt am ersten Tag des zweiten auf die Verkündung folgenden Monats in Kraft. Das ist heute der 01.02.2011.

Mit dem Gesetz soll der Schutz des § 160a Absatz 1 StPO, der ein absolutes Erhebungs- und Verwertungsverbot hinsichtlich aller Ermittlungsmaßnahmen vorsieht, auf Rechtsanwälte (einschließlich der niedergelassenen oder dienstleistenden europäischen Rechtsanwälte), nach § 206 BRAO in eine Rechtsanwaltskammer aufgenommene Personen und Kammerrechtsbeistände erstreckt werden. Damit werden Ermittlungsmaßnahmen, die sich gegen einen Rechtsanwalt richten und die voraussichtlich Erkenntnisse erbringen würden, über die der Rechtsanwalt das Zeugnis verweigern dürfte, unzulässig; gleichwohl erlangte Erkenntnisse dürfen nicht verwertet werden.

(zu BVV nach § 160a StPO a.F. auch Burhoff, Handbuch für das strafverfahrensrechtliche Ermittlungsverfahren, 5. Aufl., 2010, Rn. 423a).

Wochenspiegel für die 5. KW, oder wir blicken mal wieder über den Tellerrand

Wir berichten:

  1. Natürlich über Kachelmann – kein Ende 🙂 – hier, hier, hier, hier und hier.
  2. Was Mandanten manchmal so fragen, vgl. hier.
  3. Zum Eigentor.
  4. Ein zäher Kampf, hier.
  5. Verschollen in Berlin, vgl. hier.
  6. Auch Münster hat (demnächst) seine Umfangsverfahren, vgl. hier.
  7. Mit Fug und Recht wird hier gerätselt.
  8. Zeugenentschädigung für Selbständige.
  9. Zur Vorratsdatenspeicherung.
  10. Der Medienanwalt.