Zwar nachträgliche Verfassungswidrigkeit – aber dennoch kein Beweisverwertungsverbot

Mit dem zur Veröffentlichung in BGHSt vorgesehenen BGH, Beschl. v. 18.01.2011 – 1 StR 663/10 hat der 1. Strafsenat zur Verwertbarkeit von Telekommunikationsdaten Stellung genommen, die vor dem Urteil des BVerfG v. 02.03.2010 erhoben worden sind, Stellung genommen.

Der Leitsatz:

Telekommunikationsdaten, die vor dem 2. März 2010 auf der Grundlage der einstweiligen Anordnung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. März 2008 im Verfahren 1 BvR 256/08 (BGBI. I 2008, 659, wiederholt und erweitert mit Beschluss vom 28. Oktober 2008 – BGBI. I 2008, 2239 -, zuletzt wiederholt mit Beschluss vom 15. Oktober 2009 – BGBI. 2009, 3704) rechtmäßig erhoben und an die ersuchenden Behörden übermittelt wurden, bleiben auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 2. März 2010 zu §§ 113a, 113b TKG, 100g StPO (1 BvR 256/08 u.a. – BGBI. I 2010, 272) in einem Strafverfahren zu Beweiszwecken verwertbar.

Ähnlich bereits BGH, Beschl. v. 4. 11. 2010 –  4 StR 404/10, über den wir im StRR inzwischen berichtet haben.

Ein Gedanke zu „Zwar nachträgliche Verfassungswidrigkeit – aber dennoch kein Beweisverwertungsverbot

  1. Pingback: BGH: bereits übermittelte Vorratsdaten dürfen weiter verwendet werden – Verfassungswidrigkeit der Vorratsdatenspeicherung hin oder her | ijure.org

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.