Zum Beitrag springen


Gelbe Engel sind gelbe Bengel

entnommen wikimedia.org  Urheber Fotografie: Frank C. Müller, Baden-Baden

entnommen wikimedia.org
Urheber Fotografie: Frank C. Müller, Baden-Baden

Die „gelben Engel“/der ADAC sind dann doch wohl „gelbe Bengel“. Denn inzwischen ist im ADAC-Skandal bekannt geworden, dass (auch) die Rangfolge beim „Gelben Engel“ manipuliert worden ist. Darüber berichtete u.a. auch LTO, und zwar wie folgt:

Jetzt ist es amtlich: Der ADAC hat bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen 2014“ Ergebnisse verfälscht: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche kommt in ihrem am Montag veröffentlichten Prüfbericht zu dem Schluss, das der Automobilklub nicht nur an den Teilnehmerzahlen gedreht hat.

Anzeige

Am Montag gab der ADAC die Ergebnisse der Untersuchung des Wahlverfahrens zum Titelträger „Lieblingsauto der Deutschen 2014“ bekannt. Darin kommt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche zu dem Schluss, dass nicht nur die Zahlen der Wahlteilnehmer „willkürlich“ erhöht wurden. Vielmehr sei auch die Reihenfolge der Preisträger manipuliert worden. Zudem gebe es „klare Anhaltspunkte dafür, dass ähnliche Veränderungen auch in den Vorjahren vorgenommen worden seien“.

Die Wirtschaftsprüfer stellen in ihrem Prüfbericht eine ganze Reihe von gravierenden Verfahrensmängeln fest. Dies betrifft auch die Auslosung der Gewinner unter den Wahlteilnehmern. Hier seien die Teilnehmer, die ihre Stimme per Wahlzettel abgegeben haben gegenüber denjenigen, die online an der Wahl teilnahmen, bevorzugt worden.“

Damit dürfte sich dann die rechtliche Dimension verschieben. Ich denke, der Anfnagsverdacht zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens, ggf. wegen Betrug und/oder Untreue (?), ist da. Vgl. dazu auch hier bei LTO.

Abgelegt unter StGB, Strafrecht, Straßenverkehrsrecht, Verkehrsrecht.

Schlagwörter: .

JuraBlogs.com: JuraBlogs - Die Welt juristischer Blogs

2 Kommentare

  1. n.n. schreibt:

    Interessant wäre auch die Motivation aufgrund derer die Reihung der Liste geändert wurde. Sollte es dort – über die üblichen Werbeanzeigen hinaus – Zahlungen und Absprachen gegeben haben, könnten wir uns auf ein interessantes Strafverfahren freuen.

  2. lvoigt schreibt:

    Ich halte das nicht für Betrug im strafrechtlichen Sinne. Die Wahl mag zwar verfälscht worden sein, aber man sollte dabei berücksichtigen, um welche Wahl es überhaupt ging. Das Lieblingsauto der Deutschen sollen nach der geschönten Statistik noch nicht mal 35000 Menschen gewählt haben und das bei ca. 60 Millionen Deutschen. Nach dem Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) waren am 1. Januar 2013 insgesamt 60,8 Millionen Fahrzeuge registriert. Von daher darf die Aussagekraft solch einer Wahl, ebenso wie die Behauptung, bezweifelt werden. Warum man das nicht vereinfacht und sich an den Zahlen der Neuzulassungen orientiert, ist mir unverständlich.
    Ich war früher schon der Ansicht, das mal die eine Marke gewinnt und mal die andere. Im Grunde genommen war das doch nur eine Werbeaktion für ADAC und Autohersteller. Von daher ist es albern, wenn die Autohersteller diese nichtssagende Preise zurückgeben. Genau das gleiche gilt für Mitglieder, wenn diese deswegen kündigen. Man sollte also auf den Boden der Realität zurückkehren und keine Maus zum Elefanten machen.



Ein bisschen HTML ist in Ordnung

oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Seite ein.