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In eigener Sache: Bezahlmodell bei Burhoff-Online?

© SZ-Designs - Fotolia.com

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Ein Posting „in eigener Sache“ habe ich dann noch. War an sich nicht geplant, aber veranlasst dazu bin ich durch einen Kommentar zu dem Posting: I will stay, oder: Die (unnötige) Diskussion um das JuraBlogs Bezahlmodell. Da hat gerade ein „Schnäppchenjäger“ geschrieben:

„Nach dem flammenden Appell für das Bezahlmodell wird es sicherlich nicht mehr lange dauern, bis Sie Ihre Homepage auch kostenpflichtig machen.

Nun, charmante Idee und danke für den Anstoß. Ist/wäre eine Überlegung wert 🙂 . Mit der Möglichkeit habe ich allerdings auch schon früher immer mal wieder geliebäugelt, sie dann jedoch auch immer wieder verworfen. Und das tue ich jetzt auch.

Warum? Folgende Gründe:

  • Nun, ich möchte nicht die Diskussion führen müssen/erleiden/erleben, die Matthias Klappenbach derzeit um sein Bezahlmodell führen/erleiden/erleben muss.
  • Zudem wäre mir der technische Aufwand viel zu groß. Es müssen Rechnungen generiert/geschrieben und versandt werden. Dann muss man den Zahlungseingang überwachen. Wenn ich mal davon ausgehe, dass von den derzeit rund 7.000 Newsletter-Bezieher, die einen Newsletter von Burhoff-online beziehen, nur 10 % bleiben würden, müsste ich schon 700 Zahlungseingänge überwachen.
  • Bei einem Bezahlmodell besteht dann eine – wie auch immer geartete – rechtliche Verpflichtung zur Leistungserbringung. Die will ich aber nicht eingehen. Denn so kann ich, wenn es mal nicht läuft, sagen: Ist kostenlos, also ein wenig Geduld.
  • Ich bestimme den Leistungsumfang, und zwar in jeder Hinsicht.
  • Entsprechendes gilt für die Inhalte. Die bestimme ich und wem die nicht passen, der kann sich frei entscheiden, zu gehen und/oder das kostenlose Angebot zu nutzen.

Ich werde also – lieber „Schnäppchenjäger“ – weiterhin „Burhoff-Online“ kostenlos zur Verfügung stellen oder vielleicht ein „Spendenkonto“ einrichten 🙂 . Ein wenig „Geld verdiene“ ich im Übrigen ja mit der seit einiger Zeit geschalteten Werbung (nur zur Klarstellung: Für Kreuzfahrten reichen die monatlichen Einnahmen nicht 🙂 ). Und die werde ich weiter laufen lassen, auch wenn das dem ein oder anderen Nutzer/Besucher offenbar nicht passt, wie mir Beschwerden über die Werbung in der letzten Zeit gezeigt haben. Denn erstens ist die Werbung m.E. sehr moderat und sach-/themenbezogen. Zum anderen gilt hier ebenfalls das, was ich zum Bezahlmodell bei JuraBlogs geschrieben habe: Es ist meine Homepage und wenn ich darauf moderate Werbung schalte, ist das meine Entscheidung. Wem die nicht passt: Reisende soll man nicht aufhalten, oder: Troll dich.

Allerdings besteht kein Anspruch darauf, dass „Burhoff-Online“ immer kostenfrei bleibt. Wenn die Gier zu groß wird 🙂 🙂 , ändere ich vielleicht das Konzept. Aber ich glaube eher nicht.

Derzeit bleibt also alles beim Alten. Das bedeutet aber auch, dass ich den Service nicht noch weiter ausbauen werde. Es gibt sicherlich noch viele Möglichkeiten. Teilweise werden die auch an mich von Nutzern herangetragen.  Wenn es kein großer technischer Aufwand (= finanzieller Aufwand bei meinem Webmaster) ist, werden die Vorschläge ggf. auch umgesetzt. Anderenfalls eben nicht, wobei ich immer wieder erstaunt bin, was alles bei einem kostenlosen Angebot noch „eingefordert“ wird und wie lange häufig nachgekartet wird, wenn ich mich für ein „Nein“ entschieden habe.

Dann frage ich mich manchmal: Warum tust du dir den finanziellen und den Arbeitsaufwand eigentlich an? Nun, die Antwort liegt für mich auf der Hand: Weil die Homepage Spaß macht und weil – das räume ich ein – ich darüber „meine Produkte promoten“ kann. Und wer sich darüber dann beschwert, dem sage ich dann gerne auch: Reisende halte ich nicht auf (siehe oben).

In dem Sinne – lieber „Schnäppchenjäger“ – Sie sind übrigens mit der Wahl Ihres Namens ehrlich 🙂 : Sie dürfen damit rechnen, den Service von Burhoff-Online weiterhin kostenlos genießen/ in Anspruch nehmen zu können. Allerdings zu meinen „allgemeinen Geschäftsbedingungen“ 🙂 .

Abgelegt unter Allgemein, In eigener Sache, Sonstiges.

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18 Kommentare

  1. T.H., RiLG schreibt:

    Bitte erlauben Sie mir einen ungefragten Ratschlag:

    Auch wenn es manchmal schwerfällt, berechtigten Ärger einfach herunterzuschlucken, man sollte den Anhängern der Geiz ist geil- Fraktion weder ein Forum bieten noch ihnen Aufmerksamkeit schenken und querulatorische Beschwerden beantworten.

    Niemand, der sich mit dem Strafrecht befasst, profitiert nicht von dieser Seite: der RA findet neue Ideen, der Student/Referendar kriegt mit, was aktuell gerade in der Rechtsprechung so läuft (wichtig insbesondere vor dem Mündlichen), und den Richter schützt die regelmäßige Lektüre davor, dass neue Entscheidungen der Obergerichte an ihm „vorbeigehen“. Mithin ein Top-Service für alle, und das für umme.

    Wer sich da ernsthaft über ein bisschen Werbung beklagt, besitzt offensichtlich keinen Anstand.

  2. Detlef Burhoff schreibt:

    Also das Beispiel dafür, dass der Spruch: „Was nichts kostet, ist auch nichts“, nicht stimmt :-). Thx.

  3. T.H., RiLG schreibt:

    Im Übrigen ist die Werbung für die ZAP schon deshalb völlig ok, weil diese Zeitschrift insbesondere für das Strafrecht ganz hervorragende Autoren hat. 😀

  4. Andreas Stephan (@justillon) schreibt:

    Dass auf Ihrer Homepage Werbung geschaltet ist, ist mir bis zu diesem Beitrag noch gar nicht aufgefallen. Also kann es gar nicht so störend sein 😉

  5. Peter Munz schreibt:

    Ich besuche diese Seite sogar hauptsächlich wegen der Werbung 🙂

  6. Miraculix schreibt:

    „Wenn es kein großer technischer Aufwand (= finanzieller Aufwand bei meinem Webmaster) ist, werden die Vorschläge ggf. auch umgesetzt. Anderenfalls eben nicht, wobei ich immer wieder erstaunt bin, was alles bei einem kostenlosen Angebot noch “eingefordert” wird und wie lange häufig nachgekartet wird, wenn ich mich für ein “Nein” entschieden habe.“
    Sehen Sie das doch positiv. da ist jemand von Ihrer Seite begeistert und mochte weitere Ideen beisteuern. Kann ich gut verstehen. Auch, das natürlich nicht alles auch umsetzbar ist.

  7. Peter Munz schreibt:

    Wäre es nicht an der Zeit den Blog in jüngere Hände zu legen? Herr Burhoff wird ja auch nicht jünger.

  8. Detlef Burhoff schreibt:

    ????

  9. Miraculix schreibt:

    Ganz im Gegenteil. Die Erfahrung des Herrn Burhoff ist nicht zu ersetzen, schon gar nicht von einem Jungspund.

  10. Thorsten schreibt:

    Sie können sich ja einen Flattr-Button einrichten, wenn Sie möchten! 🙂 Das ist so etwas wie eine Online-Kaffeekasse für Blogger und wohl nur mit einer Auszahlung monatlich verbunden. Kollege Vetter hat das bereits.

  11. Peter Munz schreibt:

    Gibt es schon eine Nachfolgeregelung? Oder stirbt der Blog mit Herrn Burhoff? Es wäre schon schön, wenn der Blog weitergeführt würde. Er ist ja sehr informativ.

  12. Detlef Burhoff schreibt:

    was soll das eigentlich? witzig finde ich die Kommentare nicht.

  13. Peter Munz schreibt:

    Meine?

  14. Miraculix schreibt:

    Am besten entfernen,
    das ist derart niveaulos, dass es andere Leser beleidigt.

  15. Detlef Burhoff schreibt:

    Genau die. Mal sehen, ob ich den Spamfilter nicht anders einstellen kann.

  16. Thorsten schreibt:

    Herr Kollege Burhoff, lassen Sie sich bitte nicht ärgern. Der Fleißige, der für seinen Fleiß auch (hoffentlich häufig) Lob und Dank erfährt, hat die Faulen, die ihn um seine Anerkennung neiden und eben pöbeln.

    Erlebe ich als RA immer wieder. Stadtbekannte Ehrenamtliche mit bewundernswertem Engagement, für das sie auch schon staatliche Ehren empfangen haben, werden im Internet von einigen wenigen Neidern aufs Übelste durch den Kakao gezogen. Auf Volksfesten werden sie infolge dessen von wildfremden Menschen belästigt.

    Und wird der Ehrenamtliche im Internet mit einer Karikatur herabgewürdigt, die das Fass zum Überlaufen bringt, sagt die Justiz dem Ehrenamtlichen, dass er eine „Person des öffentlichen Lebens“ sei und so etwas ertragen müsse. (Der Ehrenamtliche wird als Konsequenz sich sodann aus seinen Ehrenämtern zurückziehen und wieder mehr seiner Familie widmen.)

    Ich hoffe, dass Menschen… äh Trolle wie Munz Ihren Frust nicht so stark zu fördern vermögen.

  17. Detlef Burhoff schreibt:

    Ich werde es schon überstehen. Danke.

  18. Alex schreibt:

    Sehr verehrter Herr Burhoff,
    zwar bin ich kein Fachkollege, dennoch habe ich Ihren Blog als RSS-Feed abonniert und lese fast täglich bei Ihnen – mehr als einmal auch mit unmittelbarem persönlichen Gewinn, da ich als IT-Fachmann auch Vielfahrer bin. 😉

    Ich danke Ihnen für Ihr sensationelles Engagement und habe im Zuge der Debatte ums Bezahlen auch mein eigenes Surfverhalten und dessen Konsequenzen überdacht: Für gewöhnlich surfe ich nämlich mit wasserdichten Werbeblockern unbeeindruckt von jedweder Werbung. Oftmals ist das Notwehr (natürlich eher nicht im juristischen Sinne, ich weiß es wohl), in Ihrem Fall kann allerdings von einer Belästigung durch Werbeüberflutung oder gar Gefährdung der Sicherheit des eigenen Rechners durch die geschaltete Werbung (oh ja, das gibt es!) keine Rede sein. Die Werbung ist ausgesprochen sachbezogen wie auch unaufdringlich und sollten Sie dadurch eine hoffentlich nicht völlig unerhebliche materielle Danksagung für Ihre Bemühungen erhalten, so ist das mehr als verdient.

    Woher ich das als bekennender Werbeblocker weiß? Weil ich Ihrer Seite als persönliche Konsequenz aus der Debatte Dispens von meinem Werbeblocker erteilt habe und nunmehr auch mal auf die Werbelinks klicke. Ab sofort werden meine Klicks also auch gewertet und das ist mehr als verdient.

    Nochmals vielen Dank, mögen Sie noch lange die Lust am Bloggen behalten, die Qualität Ihrer Arbeit als Blogger konnte ich als interessierter Laie auch schon beurteilen, bevor ich einem befreundeten Anwalt von Ihrem Blog erzählte und der den Blog zwar noch nicht kannte (das Internet ist das seine nicht) mir aber antwortete: „Was DER Burhoff? Ohne DEN hätte ich noch nicht mal mein Studium geschafft. Ohne diese Werke kann man als Anwalt eigentlich nicht arbeiten.“

    Ehre, wenn Ehre gebührt!

    Schönes Wochenende und viele Grüße



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