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Das wird lustig: „Amtierende Richter durch Betrug im Amt?“

AusrufezeichenBei LTO stoße ich gerade auf den Beitrag „Verkauf von Examenslösungen in Niedersachsen – Amtierende Richter durch Betrug im Amt?“, der die Auswirkungen des angeblichen Verkaufs von Klausurthemen und Lösungen an Examenskandidaten durch einen leitenden Beamten im niedersächsischen Justizprüfungsamt. Da heißt es:

„Von illegal verkauften Juraprüfungen haben in Niedersachsen möglicherweise auch amtierende Richter profitiert. „Ich kann das nicht ausschließen, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist“, erklärte Justizministerin Niewisch-Lennartz am Donnerstag im Landtag in Hannover. Bei der Überprüfung der Abschlüsse von rund 2.000 Juristen seien bereits eine Reihe von Auffälligkeiten festgestellt worden. Darunter sind auch 101 Prüfungen von amtierenden Richtern.“

Na, das wird ja lustig. Ganz zu lesen dann hier bei LTO.

Abgelegt unter Berufsrecht, StGB, StPO, Strafrecht.

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8 Kommentare

  1. T.H., RiAG schreibt:

    Einstellung gem. § 153 StPO. Grund: Mit seinem Job ist der Beschuldigte gestraft genug. 😉

  2. Detlef Burhoff schreibt:

    super 🙂

  3. RA Splendor schreibt:

    Ähnliches gab es früher auch schon. Ich habe auch schon vor Jahren beobachtet, wie sich (etliche) Examenskandidaten bei der Hausarbeit durch ein Team von Prädikatsjuristen haben helfen lassen. Ergebnis jedesmal: Richternote. Meine Ehrfurcht vor deren Leistung hält sich in Grenzen.

  4. RA Jacquemien schreibt:

    Mich würde brennend interessieren, wie die sogenannten Sonderprüfer an die Sache herangehen. Wie will man einer Klausur ansehen, dass ihr Bearbeiter den SV und eine (gut) vertretbare Lösung bereits vorher kannte?

  5. schneidermeister schreibt:

    @RA Splendor:
    Das hilft ja allenfalls beim 1. Examen.Oder gab es mal Assessorexamina mit Hausarbeit?

    Die Antwort „das kann ich nicht ausschließen“ ist genau so nichtssagend wie die entsprechende aus den Gerichtssälen nicht verbannbare Frage an Zeugen sinnlos ist.

  6. Staatsanwalt schreibt:

    @schneidermeister

    Aber sicher. In Hessen gab es bis Ende der 90iger Hausarbeiten im zweiten Staatsexamen.

    Aber nach dem was man bisher weiß dürfte es eher unwahrscheinlich sein dass Käufer in den Justizdienst gelangten. Die Kundschaft bestand wohl mehr aus Wiederholern . Im Übrigen schaut man zumindest in NRW auch auf beide Staatsexamina.

  7. Miraculix schreibt:

    Sind dann alle Urteile der Nicht-Richter nichtig?
    Das wäre ja mal ein Spass 😉

  8. Nietenfeger schreibt:

    Richter und Journalisten ähneln sich in einer Frage
    Die besten Fragen sind die, die nicht gestellt werden. 🙂

    Greetz!



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