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Ausgedient und weggeworfen – alle Jahre wieder

WeihnachtsbaumSo schnell kann es gehen. Da war man erst das Objekt der Begierde und es ist manchmal viel Mühe darauf verwendet worden, ein besonders schönes Exemplar zu ergattern, das man dann für den „Auftritt“ auch noch besonders schön herausgeputzt hat. Und dann: Ganz schnell ist alles vorbei. Man hat ausgedient und wird weggeworfen. Der ein oder andere wird schon wissen, um wen es geht. Ja, um den Weihnachtsbaum.

Auf seinen Erwerb wird in den Tagen vor dem 24.12. viel Mühe verwendet, damit man ein möglichst schönes, vor allem gerade gewachsenes Exemplar ersteht, das man dann vorsichtig, um die kostbare Spitze nicht abzubrechen, nach Hause transportiert und dort lagert. Dann wird dieses „Superteil“ hergerichtet und dann – kurz nach Weihnachten: Ausgedient. Man braucht den Baum nicht mehr.

Nun ist nur die Frage: Wohin damit? Und damit macht es sich dann mancher doch recht einfach. Man wirft den Baum einfach weg bzw. deponiert ihn auf der Straße. Das ärgert mich hier in Münster – in anderen Städten wird es ähnlich sein – besonders. Kurz nach Weihnachten bzw. in den ersten Tagen des neuen Jahres verwandeln sich die Straßen in wahre „Deponien für abgewrackte Weihnachtsbäume“. Denn die Stadt transportiert sie zwar ab, aber nur mit dem normalen „Sperrmüll“. Und der kommt in Münster nur einmal im Monat. Das bedeutet: Man wirft den Weihnachtsbaum auf die Straße und da liegt er, bis der Sperrmüllwagen kommt. Und wenn das eben erst in der letzten Woche des Monats der Fall ist, liegt der Baum da eben fast einen ganzen Monat. Und, oh Wunder. Aus einem Baum werden zwei, werden drei und mehr. Eine wunderbare Weihnachtsbaumvermehrung.

Ich frage mich nur . mal abgesehen davon, ob das eigentlich nach den Abfallsatzungen der Stadt zulässig ist: Warum verwende ich auf den ausgedienten Weihnachstbaum nicht auch die Mühe, die ich auf das frische Exemplar verwendet habe. Den habe ich ja auch bis zu seinem Einsatz auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terasse gelagert und gehegt, ggf. sogar noch gewässert. Warum geht das mit dem „Weihnachtsbaum als Altenteil“ nicht auch? Und wenn eine „Zwischenlagerung“ nicht möglich ist: Warum bringe ich den Baum nicht eben selbst zur Deponie. Den frischen habe ich ja auch geholt. Aber wie so oft: Ausgedient und wegwerfen ist einfacher. Alle Jahre wieder.

Ach so: Das Bild zeigt den Beginn einer Weihnachtsbaumdeponie 🙂

Und: Ceterum censeo: Hier geht es zur Abstimmung Beste Jurablogs Strafrecht 2014 – wir sind dabei, die Abstimmung läuft…

Abgelegt unter Kurioses, Sonstiges.

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8 Kommentare

  1. DerRösrather schreibt:

    Weil vielleicht nicht jeder Balkon, Garten oder Terasse hat? Schon mal darüber nachgedacht?

  2. Detlef Burhoff schreibt:

    ach, und das gibt mir das Recht, den Baum einfach auf die Straße zu werfen? Warum bringe ich ihn nicht weg und/oder lagere ihn dort, wo ich ihn nach dem Kauf gelagert habe?

  3. T.H., RiAG schreibt:

    Da lob ich mir doch die hiesige Jugendfeuerwehr, die die Bäume Jahr für Jahr Anfang Januar gegen 2 € Gebühr abholt. 🙂

  4. Detlef Burhoff schreibt:

    Ja, woanders ist die Welt eben noch in Ordnung 🙂

  5. derRösrather schreibt:

    Mein Müll wird in einer Verbrennungsanlage verbrannt. Tanne brennt! Wenn die Müllabfuhr zu unflelexibel ist, um die Tanne mit dem Hausmüll abzufahren, dann sollte man darüber nachdenken, ob man das Managment nicht besser mit Praktikern besetzen sollte.

  6. Detlef Burhoff schreibt:

    Den Vorschlag können Sie ja mal bei den Abfallwirtschaftsbetrieben hier in MS machen. Vielleicht bekommen Sie ja den Preis für den Vorschlag des Jahres :-).

  7. derRösrather schreibt:

    Nein Danke! An so etwas Sinnloses arbeite ich mich nicht ab. Es reicht mir was ich an Erfahrung gemacht habe. Menschen die sich ihre „Festplatte zwischen den Ohren“ gelöscht haben um Platz zu haben für Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften. Da ist bei denen kein Platz mehr für eigene Gedanken.

  8. Petra Schulze schreibt:

    Jedes Jahr, beim Anblick der vor sich hin modernden Bäume auf der Straße, beginne ich an dieser Tradition zu zweifeln… Erst: Hach schööön, dann: Stört – Weg damit!



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