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„Berufsbedingt überheblich“?

© m.schuckart – Fotolia.com

Ganz interessant ist ein Beitrag bei „Zeit-online“, auf den ich eben gestoßen worden bin. Unter der Überschrift „Berufsbedingt überheblich“ kritisiert dort Norbert Blüm die Richter als eine Klasse von Staatsbediensteten, die sich mit Erfolg gegen alle Kritik verwahre. Damit würden sie der Justiz schaden. Weiterlesen hier unter „Berufsbedingt überheblich.

Zum Inhalt: Das ein oder andere mag zu kritisieren sein, aber sind es „Die“ = „Alle“ Richter, die sich „mit Erfolg gegen alle Kritik verwahren„?

Abgelegt unter Sonstiges, StPO.

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9 Kommentare

  1. Rüdiger Spormann schreibt:

    Ausgerechnet Norbert Blüm mit seinem zur Körperlänge rezioproken Selbstbewusstsein. Auch sein Respekt gegenüber der Justiz als dritter Gewalt im Staat scheint unterentwickelt zu sein..

  2. T.H., RiAG schreibt:

    Mich hätte ja interessiert, wieviele Straf-, Zivil- und Familienverfahren der Politrentner Norbert „die Rente ist sicher“ Blüm in seinem Leben so geführt oder wenigstens beobachtet hat, denn ganz offensichtlich ist er Experte in allen Bereichen und kann ganz genau beurteilen, was wo auf welche Weise schief läuft. Erstaunlich ist auch, dass es Politikern erst immer lange Jahre nach der eigenen Pensionierung auffällt, dass es in der Justiz einen Personalmangel gibt, während sie zu aktiven Zeiten das Geld allesamt für andere Dinge ausgeben.

  3. RA Munzinger schreibt:

    Vorsicht, Herr Blüm!
    Durch eine Aneinanderreihung von Einzelfällen eine so abgedroschen pauschale Wertung beweisen zu wollen, das grenzt schon an Hybris. Politiker stehen ständig in der Kritik- aber dass sie sie zu Herzen nehmen, DAS kann man nur von wenigen behaupten.

    Ich habe schon mit manchem Richter oder mancher Richterin ein Sträußchen ausgefochten und war beileibe nicht immer glücklich mit den Entscheidungen oder dem Verhandlungsstil. Unter dem Strich funktioniert die Rechtspflege aber – zu diesem Pauschalurteil stehe ich!

  4. noch ein Anwalt schreibt:

    Da hat der Herr blüm (ups, jetzt hab ichs klein geschrieben) zuviel Tucholsky gelesen:
    „Ich habe ja nichts gegen die Klassenjustiz. Mir gefällt nur die Klasse nicht, die sie macht. Und daß sie noch so tut, als sei das Zeug Gerechtigkeit – das ist hart und bekämpfenswert.“

  5. Detlef Burhoff schreibt:

    @ noch ein Anwalt: „Da hat der Herr blüm (ups, jetzt hab ichs klein geschrieben)…“ Soll ich es verbessern und Herrn Blüm groß schreiben? 🙂

  6. Pascal schreibt:

    Interessant. Getroffenen Hunde bellen?

    Im Übrigen: Respekt und Wertschätzung muss man sich verdienen. Das giilt umso mehr, wenn es außer dem Vertrauens-/Respektverlust kaum andere Sanktionsmöglichkeiten gibt. Hier in Berlin gibts eine ähnliche Diskussion um Polizeibeamte, die sich – natürlich zu Unrecht – gegängelt und von der Polizeiführung verlassen fühlen, weil diese „Vorwürfe prüfen will“ anstatt sich schützend vor ihre Mannen zu stellen.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/neptunbrunnen-und-leserbrief-polizei-stimmung-in-berlin-ist-angespannt/8459564.html

  7. Detlef Burhoff schreibt:

    die Verknüpfung verstehe ich nicht.

  8. malnefrage schreibt:

    Herr Blüm bringt auch die Fakten etwas durcheinander. Keineswegs hat Götzl von beispiellosen Angriffen gesprochen und beleidigt zurückgekeilt, sondern das war der OLG -Präsident bei der Bekanntgabe der Ergebnisse aus der 2. Verlosungsrunde.

    Aber frei nach Karlsson vom Dach gilt für Fakten bei einem Meinungsartikel wie dem von Blüm: Das stört keinen großen Geist!

    Dass er dann noch im Zusammenhang mit familiengerichtlichen Verfahren von „wenn Eid gegen Eid steht“ schwadroniert, zeigt, dass er seine Kenntnisse eher aus Uralt-Fernsehfilmen denn aus der Realität hat.

  9. Kamenz, Hoyerswerda, Crimmitschau, Bautzen, Löbau, Steuerberater, Rechtsanwalt | r24.de Rechtsanwalt Steuerberater verlinkt diesen Beitrag on 12. Juli 2013

    […] Anwalt, da gehören die wechselseitigen Antipathien halt dazu. Dennoch keine Einzelmeinung. Hier wird auf berufsbedingte Überheblichkeiten von Richtern hingewiesen, und das immerhin von einem […]



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