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Bahn lässt Überlebende der “Costa Concordia Havarie” stehen

Da bleibt einem das Brötchen im Halse stecken – wenigstens mir – wenn man liest, wie “sensibel” die DB mit Überlebenden der Costa Concordia Havarie” umgegangen ist. Man lässt sie im Fernbahnhof Frankfurt stehen, berichtet die Tagespresse (vgl. z.B. hier).

Die Bahn hat sich entschuldigt. Die Mitarbeiter seien für solche Fälle nicht ausgebildet.

Frage: Wieso muss man eigentlich dafür ausgebildet sein, um zu wissen, dass man in einem solchen Fall helfen muss? Und Schuld sind eh die anderen, nömlich der Reiseveranstalter, der nicht sicher gestellt hat, dass die Gäste nach Hause kommen. Nun gut, mag sein. Aber gefragt waren Bahnmitarbeiter, oder?

Abgelegt unter Allgemein, Straßenverkehrsrecht.

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11 Kommentare

  1. Gast schreibt:

    Wieso muss die Bahn als privates Unternehmen kostenlos befördern? Die Leute hatten kein Geld dabei und beanspruchen eine kostenlose Beförderung? Da hätten sie auch auf der Strasse jeden Autofahrer rauswinken können mit dem Anspruch mitgenommen zu werden.
    Soweit ich weiß, ist die Bahn nicht die Wohlfahrt…

  2. Detlef Burhoff schreibt:

    es geht doch gar nicht darum, kostenlos zu befördern. wo steht das denn? ich kann doch “darlehensweise” befördern. das sollte auch bei einem privaten Unternehmen in der Situation möglich sein…..

  3. Niedermeyer schreibt:

    Es gab mal eine Zeit in der gab es so etwas wie Anstand. Später nannte man es Ethik und dann war es mit dem Anstand vorbei! Wer Kunden im überfüllten RE für das Sitzen auf der Treppe zur 1. Klasse erhöhtes Beförderungsentgelt (Schwarzfahren) abnimmt oder Kinder bei winterlichen Temperaturen aus dem Zug wirft, der hat nichts begriffen.

    Ich finde es einfach traurig, dass man für Anstand eine Ausbildung zu brauchen scheint.

  4. Detlef Burhoff schreibt:

    Genau darum geht es m.E.
    Und wie hätte die Bahn dagestanden, wenn man hätte melden können: “Bahn bringt Überlebedde der Costa-Concordia-Havarie kostenlos nach Hause.”?

  5. BlickausdemFenster schreibt:

    Keine Frage, das ist bedauerlich. Andererseits: Bei den Geschichten, die Servicemitarbeitern der Bahn oder anderen Unternehmen tagtäglich aufgetischt werden, ist der Wahrheitsgehalt jeder einzelnen Geschichte sicher nicht immer leicht auszumachen.

    Das die mit der besten Lügengeschichte fahren umsonst, kann auch nicht das Ziel sein.

  6. Die Rechtsanwaeldin schreibt:

    Brötchen im Hals? Da habe ich was für Sie!
    https://twitter.com/#!/ausfahrt34/status/160370077420617729/photo/1

  7. Niedermeyer schreibt:

    Daher werden ja auch Angestellte, die ihr Handy mit Strom aus der Firmensteckdose laden, gefeuert!

    Sorry, aber auch eine tolle Ausrede kann man belohnen. Ich will nicht in einer Welt leben, die nur noch die Maximierung der Einnahmen kennt. Früher hat man auch einem Touristen in der S-Bahn mit dem Tarifsystem geholfen und nicht sofort abgezockt.

    Schwarzsitzen auf der 1.Klasse Treppe zeigt doch, dass es in keinster Weise um einen vernünftigen Umgang mit den Kunden geht!

    Wir müssen lernen, dass mehrheitlich die Menschen die Wahrheit sagen und guten Willens sind (die Forschung belegt das) und entsprechend erst einmal vom Guten ausgehen. Das scheitert derzeit aber daran, das mehrheitlich die Menschen glauben, dass ihre Mitmenschen schlecht seien, was ebenfalls durch die Forschung belegt ist.

  8. Jurist schreibt:

    @ Niedermeyer: Das Foto könnte ggf. teuer werden.

  9. Detlef Burhoff schreibt:

    habe ich erst jetzt gesehen. ich wäre damit auch vorsichtig. ist doch neulich erst irgendetwas mit Heinz Erhardt gewesen.

  10. Jurist schreibt:

    “…irgendetwas mit Heinz Erhardt” – weiß ich im Moment nicht, aber mit Loriot.

  11. BlickausdemFenster schreibt:

    http://www.kolumne24.de/lappan-verlag-abmahnung-wegen-heinz-erhardt



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