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Und ist das Kindlein noch so klein…, so darf es doch schon Mopedführer sein

so hätte der Bundestag besser seine Mitteilung vom heutigen Tag überschrieben und nicht nur trocken: „Moped-Führerschein schon für 15 Jahre alte Jugendliche“ 🙂

In der Meldung heißt es:

Jugendliche können in Zukunft schon mit 15 Jahren den Führerschein für Mopeds, Quads und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern erwerben. Dies beschloss der Verkehrsausschuss am Mittwochmorgen, in dem er einen Antrag (17/1574) der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP gegen die Stimmen der Opposition von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Linksfraktion annahm. Anträge der Opposition, das Alter für den Erwerb des Moped-Führerscheins nicht abzusenken, lehnte der Ausschuss mit den gleichen Mehrheitsverhältnissen ab. Darüber hinaus beschlossen die Abgeordneten, den Erwerb von Zweiradführerscheinen besonders der Klasse A2 zu erleichtern.

Die Koalition begründete ihren Antrag damit, dass mit dem neuen Führerschein die Mobilität gerade auch auf dem Land verbessert werden solle. Es solle eine altersgemäße, stufenweise Heraufsetzung der Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometer auf 80 Stundenkilometer erreicht werden, sagte ein Sprecher der Union. Die FDP wies vor allem darauf hin, dass auch in anderen europäischen Ländern entsprechende Führerscheine mit 15 Jahren erworben werden könnten. Dies sei auch in der ehemaligen DDR so gewesen. Außerdem könnten sich jetzt schon Jugendliche mit dem Erwerb des Führerscheins besser ausbilden lassen, als dies bisher beim Mofa-Führerschein der Fall sei. Dadurch erwarte man sich mehr Sicherheit.

Dem widersprachen Sprecher der Oppositionsfraktionen entschieden. Sie verwiesen übereinstimmend auf das Beispiel Österreich. Dort seien nach einer Herabsetzung des Führerscheinalters die Unfälle mit Todesfolge um das zehnfache angestiegen. Die Absenkung des Führerscheinalters werde die Verkehrssicherheit ”massiv“ gefährden, da die Jugendlichen in diesem Alter eine hohe Risikobereitschaft haben würden. Außerdem hätten diese wenig Erfahrung im Verkehr.

Na ja, kann man auch anders sehen. Mal sehen, was demnächst die Unfallzahlen sagen.

Abgelegt unter Allgemein, Gesetzesvorhaben, Straßenverkehrsrecht.

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Ein Kommentar

  1. Heiko schreibt:

    Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

    Ein Mofa mit 25km/h Höchstgeschwindigkeit ist ein Verkehrshindernis.
    Ein 50er ist gerade so erträglich das durfte vor der EU 50Km/h fahren und die Ostmoppeds durften sogar 60 Km/h fahren. Nach der Wende sind die ganzen Simson und Co zu uns in den Westen gegegangen, weil so durfte man legal 60km/h fahren und keine 50km/h.

    Heutzutage kastriert man diese Roller und Mopeds auf 45 km/h, so daß sogar innerorts die Fahrer von Autofahrern wie wild überholt und abgedrängt werden.

    Warum nicht so wie in der DDR…60 Km/h so können die wenigstens einigermaßen im Stadtverkeher mitschwimmen…

    Zu den Regeln in Österreich gabs früher gar keinen Führerschein für Mofas die waren, soweit ich weiß, bis 40 km/h früher Führerscheinfrei. In Italien dürfen 16jährige sogar 125er mit über 30 PS fahren…Das darf man bei uns nichtmal mit 20Jahren..

    Bei uns wiehert natürlich immer der Amtsschimmel weil 125er dürfen U18jährige nur mit 80km/h fahren und der 50jährige Vater der seit 30Jahren nicht mehr auf einem Zweirad saß, geschweige denn, daß er eine teuere Ausbildung dafür in der Fahrschule genossen hat, darf unbegrenzt fahren…..Welche Logik das auch immer ist..Logisch find ich das nicht.



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